Risikofaktoren und Folgen für die allgemeine Gesundheit

Parodontitis bzw. umgangssprachlich Parodontose ist eine multifaktorielle Erkrankung, d. h. ein Zusamenspiel mehrerer Faktoren, sie bestimmen die Entstehung, den Verlauf und den Schweregrad.

Neben genetischen (vererbten) Faktoren können weitere Risikofaktoren wie systemische Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus), Lebensgewohnheiten (Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum), Ernährung, das soziale Umfeld oder psychische und körperliche Überlastungen (z. B. negativer Stress) die Wahrscheinlichkeit der Entstehung und des Fortschreitens einer Parodontitis erhöhen.

So erkranken Raucher nachweislich häufiger an Parodontitis und der Verlauf der Krankheit ist deutlich schwerer als bei Nichtrauchern. Auch die Parodontose selber stellt einen Risikofaktor dar. So erhöht eine nicht behandelte Parodontitis die Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen, Diabetes sowie Komplikationen in der Schwangerschaft.

„Zwischen Parodontitis und Diabetes besteht offenbar eine bidirektionale Beziehung. Hierbei begünstigt der Diabetes die Entstehung, die Progression und den Schweregrad einer Parodontitis. Die parodontale Infektion erschwert die glykämische Einstellung des Diabetes, erhöht das Risiko Diabetes-assoziierter Komplikationen und vermutlich dessen Entstehung“ (aus: Jepsen et al. 2011, Bundesgesundheitsblatt 54: 1089-1096)

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